Bis zum Vesuv und wieder zurück - Kulturreise der 5CG und 5M nach Sorrent/ Neapel
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Bis zum Vesuv und wieder zurück - Kulturreise der 5CG und 5M nach Sorrent/ Neapel
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img 7309Eine interessante Kultur- und Bildungsreise nach Neapel unternahmen die Klassen 5CR und 5M in den Projekttagen am Schulschluss.

Am Sonntag, den 25. 6. 2017, landeten wir, die Schülerinnen und Schüler der 5CR und 5M, zu Mittag gemeinsam mit unseren begleitenden Lehrern Herrn MMag. Florian Kaiser, Frau MMag. Carina Lenotti und Herrn Mag. Martin Seitz am Flughafen Rom. Nach der Suche nach einem verlorenen Koffer und einer kurzen Stärkung brachte uns unser Busfahrer Salvatore mit zahlreichen Gesten und leisen Flüchen sicher zu unserem Quartier, dem Campingplatz Santa Fortunata, nach Sorrent. Bei unserer Ankunft um 22:00 Uhr bekamen zum Glück alle noch ein Abendessen, bevor um 23:00 die Nachtruhe anbrach. Auf Grund der Hitze in den Bungalows beschlossen manche Schüler, die Nacht draußen auf einer großen Terrasse auf Tischen und Bänken zu verbringen.

 

Am Montag starteten wir nach unserem Frühstück um 7:30 Uhr und einer unerwartet langen Busfahrt bereits mit der Besichtigung der verschütteten Stadt Pompeji. Laura, unser Guide, führte uns vom Amphitheater bis zum Forum von Pompeji. Unterwegs sahen wir unter anderem das Haus der Iulia Felix, die Thermen von Pompeji, das Haus des Fauns, einige "Fastfood"-Geschäfte und weitere Privathäuser. Besonders eindrucksvoll waren die Gipsabgüsse der Opfer des Vulkanausbruchs von Pompeji und die sehr gut erhaltenen Fresken und Mosaike. Nachdem uns Laura verlassen hatte, besichtigten wir noch die Villa dei Misteri, in der besonders schöne Fresken zum Dionysos-Kult bewundert werden können.

Nach einer kurzen Mittagspause machten wir uns zusammen mit Gianmarco, einem anderen Guide, Richtung Vesuv auf. Nach einer langsamen Fahrt mit viel Gegenverkehr kamen wir schließlich am Besucherparkplatz des Vulkans an. Von dort aus dauerte es aufgrund der Hitze und der hohen Steigung lange, bis wir tatsächlich am Rande des Kraters ankamen, von wo uns unser Guide zu einer für normale Besucher unzugänglichen, ganzen Umrundung des Kraters mitnahm. Dieser Weg war wesentlich abenteuerlicher als der Aufstieg, da dieser nicht durch Zäune auf der Seite gesichert war. Unterwegs erhielten wir interessante Informationen über einen nicht funktionierenden Evakuierungsplan für den Fall eines Vesuvausbruchs. Nach einem erfolgreichen Abstieg fuhren wir zurück zum Campingplatz, wo die meisten von uns nach dem Abendessen erschöpft ins Bett fielen.

Am Dienstag frühstückten wir mittlerweile schon fast routiniert wieder um 7:30 Uhr und brachen dann nach Herculaneum auf. Das Eindrucksvolle an dieser römischen Stadt, welche auch vom Vesuv verschüttet worden war, ist, dass Herculaneum unter dem Niveau der Straßen liegt. Das bedeutet, dass man sehr schön erkennen kann, wie tief die Stadt verschüttet war und wie viel Arbeit die Archäologen aufwenden mussten, um Herculaneum auszugraben. Nach einer Führung, welche diesmal wieder von Laura geleitet worden war, brachen wir alle zusammen nach Paestum auf. Bei Paestum handelt es sich um eine Stadt mit sehr gut erhaltenen griechischen Tempeln. Zuerst besichtigten wir mit Angelo das Museum von Paestum, wo wir viel Interessantes über die Ideale der Griechen lernten und auch das Grab des Turmspringers zu sehen bekamen. Anschließend wagten wir uns aus der klimatisierten Zone des Museums und besichtigten auch die einzelnen, sehr gut erhaltenen dorischen Tempel der Stadt, bevor wir die Rückfahrt zum Campingplatz antraten. Während dieser Fahrt wurden wir Zeuge des eindrucksvollen Abendstaus auf den Straßen Neapels, welcher für eine große Verzögerung sorgte und uns im Laufe der Reise noch öfter begegnete. Besonders beeindruckend war dabei unser Busfahrer, der nicht die Nerven verlor und uns mit ständigem Hupen und Herumgeschimpfe den Weg freimachen wollte.

Am Mittwoch standen zuallererst die phlegräischen Felder am Programm. Hierbei handelt es sich um ein Gebiet mit hohen vulkanischen Aktivitäten. Der Schwefel, der oft durch die Oberfläche tritt, ist nicht nur in Form von Dämpfen, sondern auch an dem Geruch erkennbar. Beeindruckend waren dort vor allem eine Grube voll brodelndem Schlamm, der erhitzte Boden und die ständig austretenden Gase. Nach einer entspannten Mittagspause fuhren wir nach Neapel, wo wir zuerst eine Führung durch die große Sammlung des archäologischen Nationalmuseums von Neapel erhielten. Wir sahen unter anderem das Gabinetto Segreto mit einer Sammlung erotischer und pornographischer Kunst der Antike und ein berühmtes Mosaik, welches die Alexanderschlacht darstellt und aus 1,5 Millionen Mosaiksteinen besteht. Als Nächstes besichtigten wir noch den Duomo San Gennaro, wo die Reliquien des Schutzheiligen der Stadt Neapel aufbewahrt werden, bevor wir anschließend zurück zum Campingplatz fuhren, um die fünftägige Reise gemeinsam ausklingen zu lassen. In dieser Nacht soll es auch die einmalige Gelegenheit gegeben haben, Prof. Kaiser in einer Toga zu Gesicht zu bekommen.

Die Heimreise am Donnerstag verlief bis auf die Tatsache, dass wir um 6:30 Uhr aufstehen mussten, relativ harmlos. Nach der langen Busfahrt, dem Check-in, einer Stärkung und einer kurzen Startverzögerung traten wir schließlich den Rückflug an und landeten pünktlich um 16:45 Uhr am Flughafen Wien-Schwechat, wo wir uns alle schließlich voneinander trennen mussten.

Großes Lob und großer Dank geht an Herrn MMag. Florian Kaiser für die Planung und Organisation dieser großartigen Reise und an die begleitenden Lehrer Frau MMag. Carina Lenotti und Herrn Mag. Martin Seitz für die tolle Betreuung!

 

Text: Herwig Stockinger und Felix Bieser

Fotos: MMag. Florian Kaiser und MMag. Carina Lenotti

 

 



 

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